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Selektivitätsbetrachtung

Von „Selektivität“ wird gesprochen, wenn bei einem Fehler im Stromkreis die Schutzeinrichtung auslöst, die der Fehlerstelle am nächsten ist. Dies gilt auch, wenn mehrere Schutzeinrichtungen in Reihe geschaltet sind. Durch die Abschaltung des gestörten Anlagenteils werden die Betriebs- und Verbrauchsmittel vor Kurzschlussströmen geschützt und die Versorgungssicherheit für das restliche Netzwerk ist gewährleistet.

 

Grundsätzlich kann Selektivität in zwei Arten untergliedert werden. Von „Stromselektivität“ wird gesprochen, wenn die Schutzeinrichtungen für unterschiedlich hohe Auslöseströme ausgelegt sind. Reagieren die Schutzeinrichtungen dagegen mit verschiedenen zeitlichen Verzögerungen, handelt es sich um „Zeitselektivität“.

 

Um im Fehlerfall eine ungestörte Stromversorgung des restlichen Netzwerks sicherzustellen, ist es empfehlenswert, sowohl bei Neuplanungen als auch bei der Erweiterung elektrischer Netzwerke eine Selektivitätsbetrachtung durchzuführen und entsprechende Komponenten einzuplanen.