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Netzauslastung

Die Netzauslastung wird im Rahmen der Lastflussanalyse ermittelt, um festzustellen, ob das Stromnetz für alle Szenarien richtig dimensioniert ist. Hierfür werden mögliche Szenarien wie Normalbetrieb, Dauerbetrieb, Wartung, Standby, Notstrom und USV-Betrieb definiert und der jeweilige Energiebedarf analysiert. Zu berücksichtigen ist hierbei auch immer die Gleichzeitigkeit, d. h. welche Verbraucher springen gleichzeitig an und benötigen daher parallel viel Strom. Das ist wichtig, um in jeder Situation den benötigten Strombedarf zur Verfügung stellen zu können. Wird für eine bestimmte Betriebsart wie beispielsweise „Wartung“ besonders viel Energie benötigt, muss der entsprechende Netzabschnitt für diese Last ausgelegt werden, auch wenn der Strombedarf im Normalbetrieb geringer ist. Bei der Dimensionierung der Kabel spielen dabei immer die drei Faktoren Überlast, Kurzschlussstrom und Spannungsfall eine wichtige Rolle.

 

Führen wir eine Berechnung der Netzauslastung durch, bewegen wir uns immer im Spannungsfeld zwischen normativen Vorgaben, technischer Notwendigkeit und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, d. h. das Netz muss richtig dimensioniert sein – nicht zu knapp, um Ausfälle zu vermeiden aber auch nicht zu großzügig, um unnötige Investitionskosten zu verhindern.